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Ersatzmaßnahmen im Ottmaringer Moor

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Durch den Bau des Main-Donau-Kanals (MDK) wurde im Ottmaringer Moor in wertvolle Lebensräume für Tier - und Pflanzenarten eingegriffen.

Nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz müssen derartige Eingriffe in Natur und Landschaft vermieden oder kompensiert werden.

Als Schwerpunkt für die Ersatzflächen zur Kompensation der im Ottmaringer Tal unvorhergesehen verloren gegangenen Feuchtlebensräume wurde das Altmühltal gewählt. Seit 2001 wurden dort schrittweise Flächen gekauft, getauscht und durch Gestaltungsmaßnahmen und Pflege zu einem offenen Feuchtwiesengebiet entwickelt.

Wir bitten Sie, diese Lebensräume zu respektieren.

In der Informationsbroschüre erfahren Sie Wissenswertes über die Kompensationsflächen im Ottmaringer Moor.

Informationsbroschüre über die Ersatzmaßnahmen für den Eingriff in das Ottmaringer Moor durch den RMD-Kanal (4,0 MB)

Das Ottmaringer Moor vor dem Bau des Main-Donau-Kanals

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In der flachen Senke des Ottmaringer Tales konnte aufgrund der wasserstauenden, tonigen Böden des Opalinustones Niederschlags- und Hangwasser nicht versickern: In den stark vernässten Bereichen entwickelte sich ein Moorkörper. Durch extensive landwirtschaftliche Nutzung entstand ein Feuchtwiesenkomplex mit Niedermoorvegetation, nassen Hochstauden und Röhrichtbeständen. Seltene Pflanzen- und Tierarten, die „nasse Füße” ertragen können, stellten sich ein, z. B. Sumpfschwertlilie, Breitblättriges Knabenkraut u. a. Die offenen, niedrigwüchsigen Wiesen und Hochstaudenbestände waren Lebensraum für Wiesenbrüterarten wie Bekassine und Braunkehlchen.

Nachhaltige Veränderung durch den Bau des Main-Donau-Kanals

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Bei dem Bau des MD-Kanals senkte sich der Grundwasserspiegel im Bereich des Ottmaringer Moores ab. Da der Kanal die Torfschicht durchschnitten hat und sein Wasserspiegel unterhalb der Torfschicht liegt, wirkte der Einschnitt des Kanals wie eine Dränage. Mit dem aufwändigen Einbau einer Dichtwand sollte die Dränierung des Ottmaringer Moores bereits beim Kanalbau verhindert werden, das Moor fiel jedoch trotzdem trocken. Durch die Entwässerung des Torfkörpers entstanden Risse und die moortypischen Lebensbedingungen gingen unwiederbringlich verloren. Gegenüber dem Ausgangszustand hat sich das Ottmaringer Moor somit massiv verändert. Mit dem Trockenfallen und der Mineralisation der Moorböden verschwanden in den Wiesen seltene Niedermoorarten wie Natternzunge und Braunes Zyperngras. Gravierende Auswirkungen hatte der sich verändernde Wasserhaushalt auch auf die auf diesen Lebensraum spezialisierten Vogelarten (Bekassinen, Braunkehlchen) und Amphibien (Grasfrosch).

Kompensation für verlorengegangene Feuchtlebensräume im Ottmaringer Moor

Der Verlust der Feuchtlebensräume des Ottmaringer Moores musste daher ausgeglichen werden. Da ein Torfkörper grundsätzlich nicht mehr wiederherzustellen ist, wurden als Kompensation an anderer Stelle Feucht- und Nasslebensräume geschaffen:

 

  • ca. 30 ha zusammenhängende Feuchtflächen und Extensivwiesen im Altmühltal zwischen Beilngries und Kottingwörth,
  • im Zuge der Sulzrenaturierung in Beilngries .

Radrundweg „Spurensuche“

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Start:                           Beilngries

Streckenlänge:           ca. 18,5 km

Info-Stationen:            6

Wegbeschaffenheit:   überwiegend befestigte Wirtschaftswege

Steigung:                              nahezu steigungsfrei

 

Vor rund 20 Jahren entstand durch den Bau des RMD-Kanals ein folgenschwerer Verlust für die Tier- und Pflanzenwelt. In den letzten Jahren wurde versucht, den Eingriff in den Lebensraum Ottmaringer Moor zu kom­pensieren. Die „Spuren“ des Eingriffs als auch der Ersatzmaßnahmen sind im Ottmaringer Tal und im Altmühltal deutlich zu erkennen.

Ein Radweg führt am Eingriffsortsort und den Ersatzflächen entlang.

Auf dieser Spurensuche können Sie sich selbst ein Bild davon machen, ob der Eingriff in Natur- und Landschaft ausreichend ausgeglichen werden konnte.

Paula hilft bei dieser Spurensuche. Zu Wort kommen Bekassine, Eisvogel, Nase und andere Tierarten.

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Weitere Informationen zum Moor- und Klimaschutz sowie zu Tierarten, die sich auf Feuchtlebensräume spezialisiert haben finden Sie hier

Moore

Auwälder

Bekassine

Eisvogel

Braunkehlchen

Kiebitz

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