Mit seinen 8.163 Metern ist der Manaslu der achthöchste Gipfel im Himalaya. Ihn hatte sich Isabella-Maria Haßmann als Ziel ausgesucht als sie im Herbst 2024 nach Nepal startete. Was sie dort erlebte, präsentiert sie in ihrem fesselnden Multivisionsvortrag zugunsten der Nepalhilfe Beilngries.
Die 25-jährige Kauffrau für Büromanagement wuchs in der Jachenau, im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen auf. Mit fünf Jahren meisterte sie ihre erste Hüttentour auf die annähernd 2.400 m hoch gelegene Meilerhütte im Wettersteingebirge. Die Berge übten einfach eine Faszination auf sie aus, bekennt Haßmann.
Diese Vorliebe setzte sich bis in die heutige Zeit fort. Die Erlebnisberichte von Peter Habeler, Hans Kammerlander oder Gerlinde Kaltenbrunner – allesamt wiederholte Gäste bei der Nepalhilfe Beilngries – taten das Übrige dazu. Da kam es nicht von ungefähr, dass auch sie einmal zu den höchsten Bergen der Welt wollte.
Es sei dabei vor allem die Neugier gewesen die sie dazu trieb, etwa wie sich der Körper in der Todeszone über 7.000 Meter verhält. Allem vorangegangen waren aber klassische Touren im Alpenraum, wie etwa auf den Mont Blanc, die Dufourspitze oder den Piz Palü.
Zusammen mit ihrem gleichaltrigen nepalesischen Begleiter Ashok Lama stand die damals 24 Jahre alte Isabella-Maria Haßmann am 25.09.2024 auf dem Gipfel des Manaslu. Der Gipfelerfolg war das eine was blieb. Dessen Stellenwert belegt seither ein Tattoo an ihrem rechten Unterarm. Zugleich war sie damit die jüngste Alpinistin, die diese Leistung ohne Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff erzielte, was ihr gar einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde einbrachte.
Die Jachenauerin schildert in ihrem Vortrag den siebenwöchigen außergewöhnlichen Aufenthalt in Nepal und eine herausfordernde und risikoreiche Expedition hinauf in die „Todeszone“, die mit dem Gipfelerfolg und einem ungewollten Rekord endete.